ALLEN FREUNDEN VON PAZ PERU UND INTERESSENTEN WÜNSCHT PAZ PERU EIN GUTES JAHR 2012
Diese Seite wird bis Ende März aktualisiert
Ein Augenschein im Februar / März 2011 in Arequipa
Im Februar und März konnte ich wieder mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Arequipa zusammen sein.
Die Neuorganisation von Paz Peru in Arequipa wurde geplant und zum grossen Teil schon realisiert. Mittlerweile arbeiten ca.90 Personen für Paz Peru in den verschiedensten Bereichen. So wurde für jeden Bereich eine Mehrverantwortung vereinbart mit einem Bereichsleiter es sind u.a. :
Bereich Medizin , Infrastrukturprojekte ( vor allem Projekte im Hochland ), Mikrokredit,Casa Isabel , Textilwerkstatt ( Verkauf und Herstellung ), Cepro ( Werkstätten : Schreinerei, Metallwerkstatt, Elektro und Installation wie Solarwerkstatt; Agrikultur,Sonrisas ( Baufirma),Administrationund Personalführung ,wie zentrale Buchhaltung .
Für alle Bereiche gilt eine genaue und zielgerichtetet Planung auf eine selbstragende Finanzierung hin in diesem Jahr - und ab 2012 auch Gewinn , um unsere sozialen Projekte ,wie die „Casa Isabel“ ( Frauenhaus) und das neue Projekt „Seniorenbetreuung“„La tercer edad“ – zu finanzieren ,wie auch weitere Sozialprojekte .
Weiterbildung und Fortbildung gehören ebenso zum Programm wie eine soziale Betreuung.
Die „Casa Isabel“ist jetzt mit 45 Bewohnerinnen fast vollständig belegt und geniesst weit herum grosses Ansehen - Durch die Verlegung der Büros in neue Räumlichkeiten – es wurde eine 2. Etage über der Klinik gebaut so wurde für die „Casa Isabel“ mehr Platz geschaffen und ein geschlossener und besser geschützter Bereich möglich. Denn immer wieder kommt es zu Bedrohungen von aussen gegen Bewohnerinnen oder die Leiterin (gewalttätige Familienangehörige etc. ) Einige der Bewohnerinnen der Casa Isabel lernen in der Werkstatt einen Beruf, so dass sie sich später selbst versorgen können ,wobei es immer möglich ist ,sich dort Rat und Hilfe zu holen. In diesem Jahr muss die Küche in der Casa Isabel vergrössert werden , ebenso wird eine Warmwasseranlage installiert. Pro Jahr ist im Augenblick ein Unterhaltsbudget von ca. 90 000 Dollar veranschlagt.
Unsere Textilwerkstatt brilliert mit hochstehender Qualität und ihre Produkte sind begehrt , so dass man sich über Aufträge nicht beklagen kann. In diesem Jahr wird eine Steigerung des Umsatzes von ca. 500% erwartet, mit einem Gewinn, der dann zu Gunsten der Casa Isabel eingesetzt werden kann.
Die neuen Werkstätten (CEPRO) in Altocayma nehmen nach den Ferien , Ende März, ihre volle Arbeit auf. Schon jetzt werden besonders die Solarwarmwasseranlagen hergestellt und sind im Verkauf .
Die neuen kleinen Häuser ( 130 ) in Characato sind alle bezugsbereit – allerdings dauert es sehr lange bis der Staat, die Banken die „Kaufwürdigkeit“ der Käufer festgestellt haben. Ihr Leumund und Sozialisierungsfähigkeit wird überprüft ( durch Paz Peru ), ihre Kreditwürdigkeit ( durch die Banken ) und ob sie schon einmal einen Bonus durch den Staat bekamen irgendwo in Peru – der Staat zahlt pro Käufer einen Bonus von 5 000 Dollar- das prüft die staatliche Behörde. Es ist eine Prozedur, die sich bis zu 8 Monate erstrecken kann. Wir erwarten allerdings, dass bis Ende Mai alle Häuser verkauft und bezogen sind. Zusätzlich wurde noch ein Gemeinschaftsraum gebaut –mit integrierter kleiner Kapelle, so wie 2 Häuser für „Mutter und Kind“, also für alleinstehende Mütter mit Kindern, eigene oder fremde, die von ihnen betreut werden.
In Altocayma wurde ein Zentrum für Senioren eingeweiht – die Ortgemeinde stellte das Gebäude und Land zur Verfügung, Paz Peru übernimmt die Betreuung. Es leben in diesem Gebiet ca. 600 registrierte Bewohnerinnen und Bewohner über 70 Jahre, die oftmals völlig mittellos dastehen, in elenden Hütten hausen, kaum zu essen haben und keine Betreuung. Hier sollen sie wenigstens tagsüber sich treffen können, betreut werden, Hilfe erhalten ,wenn nötig. Sobald genügend Geld zur Verfügung steht, wird auch eine Suppenküche eingerichtet, damit wenigstens pro Tag einmal eine warme Mahlzeit bereitet werden kann. Auch diverse Therapien sind vorgesehen.
Neben den Kindern, braucht diese Bevölkerungsgruppe am dringensten Hilfe. –
Anfang März besuchte uns in Arequipa die Schweizer Botschafterin in Peru zusammen mit dem Schweiz.Honorarkonsul in Arequipa – beide waren sehr angetan von der guten Arbeit von Paz Peru im Dienste der Armen.Auch konnten wir einen Zusammenarbeitsvertrag mit „Don Bosco“ und dem Alcalden von Majes vereinbaren.
Von uns allen ein Danke an all die vielen, die uns mit ihrer Spende-ob gross oder klein – helfen dieses grossartige Werk weiter zu führen und auszubauen.
Für Paz Peru ( Bilder zu allen Themen : siehe Gallery)
Friedhelm Krieger,
Präsident des Stiftungsrates
AREQUIPA, IM SEPTEMBER 2010
PAZ PERU IN AREQUIPA IST AUF GUTEM WEG UND FÜR VIELE SO EIN ZEICHEN DER HOFFNUNG
Im September konnten wir das neueste Projekt schon "einweihen": Häuser für Bedürftige - in Zusammenarbeit mit dem staatlichen Programm "Eigenes Dach" Am Morgen segnete der Erzbischof von Arequipa das Land und die fertigen Häuser. Am Nachmittag wurde dann in einem Festakt - in Anwesenheit der peruanischen Vizepräsidentin und vieler Honoratioren- die fertigen Häuser ihrer Bestimmung übergeben (Bilder unten in Gallery : Characato ) Ein Auswahlverfahren wird in den nächsten Wochen die neuen Bewohnerinnen und Bewohner ermitteln.
Die Polikliniken geniessen höchste Achtung und Anerkennung bei der Bevölkerung
In Socabaya arbeitet die "Casa Isabel" das Frauenhaus hervorragend. Mittlerweile sind 40 Personen dort zeitweise untergebracht ( der Zeitraum erstreckt sich von nur wenigen Tagen bis zu einem halben Jahr und in Ausnahmefällen mehr )Bis Ende Oktober wird die Erweiterung abgeschlossen sein,so dass dann noch mehr Raum zur Verfügung steht.
Die Textilwerkstatt wurde nochmals vergrössert und liefert mittlerweile beste Produkte sowohl an Colegios,an Firmen und auch an Private. Ziel ist es ja,durch den Gewinn dieser Verkäufe möglichst bald eine Eigenfinanzierung zu realisieren. ( In 2 bis 3 Jahren sollte es möglich sein ) Zur Zeit laufen die Vorbereitungen um eine zusätzliche Produktion von Wollsachen zu installieren.
Auch unser Agrarprojekt macht sichtliche Fortschritte. Erste Früchte konnten schon geerntet werden. Dann wird die Bepflanzung von Characato vorbereitet, erste Bäume konnten gepflanzt werden. ( Bilder unten in Gallery )
Das Mikrokreditprogramm wächst enorm und hilft vielen Menschen mit Kleinkrediten. Bisher ist die Rückzahlung ausgezeichnet (100%) so dass wir das Programm ausbauen können.
Allerdings mussten wir auch einen bewaffneten Raubüberfall in der Poliklinik ARCOIRIS verkraften. Unser Ultraschallgerät wurde geraubt - doch keinem passierte etwas ausser dem Schock.So wird das Sicherheitskonzept nochmals überarbeitet - doch es wird immer ein Problem in diesem Umfeld bleiben.
Paz Peru dankt allen,die immer wieder bereit sind zu helfen, damit den Armen eine Perspektive für ihre Zukunft eröffnet wird.
Diesmal waren auch wieder "unsere" Musikerinnen mit in Peru und konnten in ARequipa mit ihren Konzerten die Zuhörer begeistern -ebenso bei einem Galakonzert, das von der Schweizerbotschaft in Lima organisiert wurde.
Jahresbericht 2009